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Bär Napa im Arosa Bärenland

Napa, der letzte serbische Zirkusbär erlebt endlich Natur statt Käfig

2.7.2018

Der erste Bär zieht nach einer langen Reise im Arosa Bärenland ein

Heute streift Bär Napa durch die mehrere Tausend Quadratmeter großen (Außen-)Anlagen im Arosa Bärenland, kann sich im Teich abkühlen oder sich in seine Box zurückziehen. Das war aber nicht immer so. Denn Napa wurde 2006 in einem Zoo geboren und kam vermutlich bereits als Jungbär zum serbischen Zirkus Corona. Ob er dort tatsächlich in der Manege auftreten musste, ist nicht bekannt. Im Gegensatz zur Schweiz ist in Serbien bereits seit 2009 das Wildtierverbot in Zirkussen aktiv. Es ist deshalb anzunehmen, dass Napa über Jahre hinweg in einem kleinen Käfig auf dem Zirkusareal gehalten wurde. 

Napa hatte zum Zeitpunkt der Konfiszierung einen geringen Anteil an Muskelmasse. Dies war ein Indiz dafür, dass er jahrelang kaum Bewegungsfreiheit hatte. Der Käfig des Tiers war mit Futterresten und Müll verdreckt und so klein und niedrig, dass sich der Bär darin nicht mal richtig aufrichten und drehen konnte.

Dieses Leid ist zum Glück vorbei, denn VIER PFOTEN konnte ihn retten und im Juli 2018 in das Arosa Bärenland überführen.

Während rund 28 Stunden war das Rettungsteam mit Napa unterwegs. Über 1.400 km mussten zurückgelegt werden von Serbien bis ins bündnerische Arosa. Da sich das Bärenland im Skigebiet und somit auf über 2000 m.ü.M. befindet, musste die Transportbox für den letzten Abschnitt der Reise in die Gondel verfrachtet werden. 

Napas Reise nach Arosa

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Endlich ein Leben angepasst an die natürlichen Bedürfnisse von Bär Napa

Nach seiner Ankunft wurde der 270 kg schwere Braunbär medizinisch untersucht und kam dann in ein Eingewöhnungsgehege. Hier konnte er sich an seine neue Bewegungsfreiheit gewöhnen und das Gelände erkunden. Ebenso hatten Tierarzt und Bärenpfleger die Möglichkeit ihn während dieser Phase genau zu beobachten. Nach rund drei Wochen durfte Napa dann erstmals die Außenanlage erkunden. Er zeigte sich keineswegs schüchtern und erkundigte neugierig die Wiesen, Wälder, Teiche und Bachläufe, die im 12.000 qm großen Areal auf ihn warteten. Die Größe und Vegetation des Geheges ermöglichen Napa ein möglichst an die natürlichen Bedürfnisse von Bären angepasstes Leben.

«Die Reaktion von Napa auf die neue Umgebung zeigt, wie wichtig es ist, Bären ein naturnahes Umfeld zu bieten. Wildtiere, die in kleinen Käfigen, Betongehegen oder in Zirkussen gehalten werden, können nie ihre natürlichen Instinkte und ihren eigenen Charakter ausleben. Für Napa gibt es nun doch noch eine Chance auf ein glückliches Leben - weltweit gibt es jedoch leider noch viele Bären, die in Gefangenschaft leiden müssen.»

Carsten Hertwig, VIER PFOTEN Bärenexperte

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