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Bären in Frankreich

27.9.2019

VIER PFOTEN unterstützt den Kampf für ein Verbot von Wolf- und Bärenshows in Frankreich

In Frankreich wird nach wie vor eine beträchtliche Anzahl von Bären zu Unterhaltungszwecken missbraucht. Bei mittelalterlichen Festen oder Zirkusvorstellungen werden diese Tiere von ihren Besitzern - den so genannten "montreur d'ours" - mehrere Stunden am Tag an einem Seil oder einer Kette vorgeführt und sollen vor dem Publikum Tricks vorführen.

Missbrauch von Bären zur Unterhaltung

Die Bären dieser 'montreur d'ours' sind darauf trainiert, Tricks auszuführen und mit ihrem Besitzer zu interagieren, der immer bei ihnen ist und sie an einer Leine oder einem Seil hält. Die Shows mit den Bären finden oft auf Mittelalter- oder Zirkusfesten und Weihnachtsmärkten statt, manchmal sogar bei privaten Veranstaltungen.

Aus Tierschutzsicht sind solche Shows weder erzieherisch noch künstlerisch wertvoll. Die Tiere sind gezwungen, fast das ganze Jahr mit ihren Besitzern zu reisen, während sie in Käfigen eingesperrt oder im Heck des Fahrzeugs angekettet sind. Während der Shows werden die Bären immer wieder zu nicht artgemäßen Tricks gezwungen, wie z.B. Balancieren auf Bällen, Motorradfahren oder dazu gebracht, mit ihren Trainern zu "ringen" oder gegen ihren Willen mit dem Publikum zu interagieren.

Infolgedessen leiden einige der Bären an psychischen und physischen Krankheiten (z.B. Arthrose, Wirbelsäulenerkrankungen, etc.). Außerdem stellen diese Shows eine Gefahr für die Sicherheit der Öffentlichkeit dar. Oft werden die Leute von den Bärenbesitzern während der Shows eingeladen, die Bären zu berühren und zu füttern, während der Bär mit einem Maulkorb an der Leine oder nur hinter einem einfachen Draht gehalten wird.

Gemeinsame Initiative für eine Gesetzesänderung

Die französischen Organisationen AVES France und Fondation Brigitte Bardot verurteilen diese grausame Praxis seit vielen Jahren und stehen dank ihrer kontinuierlichen Zusammenarbeit mit der französischen Regierung kurz davor, vielversprechende Ergebnisse zu erzielen. Jetzt kämpft VIER PFOTEN zusammen mit ihnen für ein Verbot der traurigen "montreur d'ours"-Tradition und bietet an, die #saddestbears von Frankreich zu retten.

Was Sie tun können

Um die französischen Umweltministerin zur Einführung eines gesetzlichen Verbots von Bärenshows zu ermutigen, hat VIER PFOTEN eine internationale Petition gestartet, die Sie hier unterzeichnen können.

Rettet die #saddestbears von Frankreich!

JETZT UNTERSCHREIBEN!
Vor langer zeit

18. und 19. Jahnhundert:

Seinen Ursprung hat der Bruf des "montreur d'ours" in der französischen Region Ariège in den Pyrenäen, wird aber schnell in ganz Frankreich populär.

2019

Anfang 2019: 

Immer noch werden mehrere Bären von ihren Besitzern, den "montreur d'ours", zur Schau gestellt um alberne, unnatürliche Tricks bei mittelalterlichen Festen, Zirkusvorstellungen und privaten Festen in Frankreich vorzuführen.

August 2019:

Auf Initiative der beiden französischen NGOs AVES France und Fondation Brigitte Bardot, verspricht die französische Umweltministerin, Elisabeth Borne, den Schutz der in Gefangenschaft lebenden Tiere in Frankreich zu einem ihrer vorrangigen Projekte zu machen, und kündigt an, bald einen Aktionsplan zur Verbesserung der Bedingungen für Wildtiere in Gefangenschaft vorzulegen.

September 2019:

Einem der bekanntesten "montreur d'ours", Sacha Poliakov, wird verboten, seinen Bären Micha in öffentlichen Shows vorzuführen, nachdem eine Inspektion ergab, dass der Bär an schweren gesundheitlichen Problemen leidet und unter schlechten Bedingungen gehalten wurde. Micha wird an ein Tierheim in Frankreich übergeben.

September 2019:

In Zusammenarbeit mit den beiden französischen NGOs AVES France und Fondation Brigitte Bardot startet VIER PFOTEN eine internationale Petition zur Beendigung der traurigen "montreur d'ours"-Tradition in Frankreich.

November 2019:

Vertreter von VIER PFOTEN, Aves France und der Fondation Brigitte Bardot übergaben den Zwischenbericht über die Petitionen an die Mitglieder der französischen Nationalversammlung, Aurore Bergé und Laëtitia Romeiro Dias. Beide werden die Botschaft an die französische Umweltministerin Élisabeth Borne weiterleiten. Bislang haben sich insgesamt 168.092 Menschen für ein Verbot von Bärenshows in Frankreich ausgesprochen. 

Unsere nachhaltigen Alternativen zu Bärenshows.

Unsere VIER PFOTEN BÄRENWÄLDER und Kooperationsprojekte sorgen für eine angemessene Pflege misshandelter Bären.

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